Besuch im Waldviertel

Probepartitur Besuch im Waldviertel

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  • Stufe: B
  • Besetzung: sinfonisches Blasorchester
  • Dauer: 11:00 min
  • Partitur: nein
  • Direktion: ja
  • Format: A3
  • Layout: Handschrift (sehr gut lesbar)
  • Verlag: Eigenverlag
  • Verkaufspreis: € 79,90

 

Werkbeschreibung:


Dieses Konzertstück beschreibt die Erlebnisse eines Menschen, der sich entschließt, erstmals das Waldviertel zu erkunden. Begleitet von der Musik, durchwandert er in verschiedenen Szenen den musikalischen Jahresablauf einer Blasmusikkapelle, die hier im Vordergrund stehen soll.

Die EINLEITUNG, geprägt vom raschen Wechsel der Instrumentengruppen, von verschiedenen Tempi und Harmoniken, symbolisiert die Vorfreude und Abenteuerlust, aber auch die Unsicherheit und Skepsis in den Erwartungen, die der Besucher dem Unternehmen entgegenbringt. Der ruhige Dur-Dreiklang der Hörner zuletzt verrät, das der Gast nun bereit ist, sein Abenteuer zu starten, und sich erwartungsvoll zum SPAZIERGANG IN DEN WALD begibt.

Er ist bezaubert von der Ruhe der Natur, genießt die Frühlingssonne, die durch die Bäume blinzelt und vom Glockenspiel vertont wird, und hört einige Vögel zwitschern. Der strahlende Durakkord der Trompeten und Klarinetten beschreibt, wie ihn erstmals das Gefühl der Freude durchströmt und sämtliche Zweifel vergessen lässt.

Am Ende des Waldes angelangt, kommt er geradewegs in ein kleines Dorf, wo soeben KIRTAG gefeiert wird. Die Blasmusik spielt einen flotten Walzer, wozu sich viele Paare vergnügt und für einige Stunden ihre Alltagssorgen vergessend im Kreis drehen.

Die beiden Hauptdarsteller der nächsten Szene haben sich möglicherweise auch beim Kirtagstanz kennen gelernt – jedenfalls ist jetzt eine ausgelassene HOCHZEITSFEIER angesagt. Allerdings stößt unser Besucher erst zu einer etwas späteren Stunde hinzu, wo er gerade erlebt, wie der Bräutigam seine frisch Angetraute zum Tanz auffordert. Die schwerfällige Melodie der Tenorhörner verdeutlicht jedoch, dass er nicht mehr ganz sicher auf den Beinen steht. Die Braut willigt ein, aber auch bei ihr zeigt sich bald, dass die lange Hochzeitsfeier nicht spurlos an ihr vorüber gegangen ist, und auch die Musiker, die sie auf ihrem schweren Weg musikalisch begleiten, dürften schon etwas zu tief ins Glas geschaut haben – die Vorzeichen in ihren Noten sehen sie dafür, wie man hören kann, nicht mehr so genau. Letztendlich erreicht das Brautpaar aber doch den Tanzboden, legt eine schmissige Polka aufs Bankett und zeigt, dass es gemeinsam doch unschlagbar ist.

Doch bald darauf ist die Schreckensnachricht unüberhörbar: Ein Mitglied des Musikvereines kam bei einem tragischen Unfall ums Leben! Betroffenheit macht sich breit, die in der vom Flügelhorn getragenen Melodie ihren Ausdruck findet. Man hört das Klagen der Angehörigen und die aufgerührten Gemüter seiner Freunde. Beim BEGRÄBNIS-Choral nehmen seine Musikkameraden Abschied und versprechen, dass sie ihm ein immerwährendes Andenken bewahren werden, doch in den verklingenden Akkorden widerspiegelt sich die Machtlosigkeit der Menschen: Es ist zu spät, sich für seinen Einsatz und die Kameradschaft bedanken zu können, das Grab wird geschlossen.

Doch das Leben geht weiter, der Herbst naht, die Blätter fallen von den Bäumen und unser Besucher trifft natürlich auf eine groß angelegte JAGD. Selbstverständlich übernehmen hier die Waldhörner das Kommando. Das fröhliche Thema im 6/8-Takt zieht sich nach und nach durch das gesamte Blechregister und beschreibt das bunte Jagdtreiben des ganzen Tages bis zum spätabendlichen Wildbretessen.

Nachdem der Winter ins Land gezogen ist und die Musikkapelle vorwiegend mit Proben für die bevorstehenden Konzerte beschäftigt ist, nimmt sie den GEBURTSTAG DES BÜRGERMEISTERS zum Anlass, ihn mit einem flotten Marsch zu beglückwünschen und sich für die erhaltene Unterstützung zu bedanken. Zugleich ist dies auch die letzte Station im Jahres-kreis dieser musikalischen Erzählung.

Mit einem kurzen, signifikanten Presto wird der „Besuch im Waldviertel“ schließlich im FINALE zu Ende geführt. Es verdeutlicht die positiven Eindrücke des Gastes, der uns das ganze Stück hindurch begleitet hat und nun die Meinung mit vielen anderen teilt:

Das Waldviertel ist jederzeit einen Besuch wert!